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Immobilien - Erdwärme - Erdwärme - wirtschaftliche Aspekte
Erdwärem - Ökologische und wirtschaftliche Aspekte
Durch neuere technologische Verfahren ist die Nutzung der oberen Erdschichten zur Strom- und Wärmegewinnung möglich und damit auch für Eigenheimbesitzer oder Mehrfamilienhäuser interessant.
Voraussetzung für die effiziente Nutzung der Geothermie ist neben der erforderlichen Technologie eine optimale Dämmung der beheizten Gebäude. Grund dafür ist die geringere Energiedichte von Erdwärme. Die Dämmung ist somit ein wichtiger Aspekt für den wirtschaftlichen Betrieb. Je effizienter die Anlage arbeitet, desto geringer ist der notwendige Stromeinsatz. Zwar bieten viele Energieversorger Sonderkonditionen für den Betrieb einer Wärmepumpe, dieser Vorteil sollte aber nicht durch Ineffizienz der Nutzung aufgezerrt werden. Als Voraussetzung zur wirtschaftlichen und auch ökologischen Nutzung gilt eine Jahresarbeitszahl von mindestens 3,3. Die Jahresarbeitszahl (JAZ) zeigt das Verhältnis von Energieeinsatz zu Wärmenutzung an. Zum Beispiel bedeutet die JAZ 3,3: Zur Erzeugung von 3,3 Kilowattstunden Wärmeenergie wird eine Kilowattstunde Strom benötigt. Je niedriger also die JAZ desto ineffizienter arbeitet die Anlage und zwar sowohl anhand ökologischer wie auch wirtschaftlicher Kriterien. Die Investition für Bohrung, Sonde oder Kollektor und Wärmepumpe übersteigen die Aufwendungen für eine herkömmliche Heizungsanlage um mehrere tausend Euro. Bei effizientem Einsatz der Anlage amortisiert diese sich jedoch innerhalb weniger Jahre.
Beim Bau einer Erdwärmeanlage gibt es zusätzlich bergrechtliche Aspekte zu berücksichtigen. Erdwärme ist ein sogenannter bergfreier Bodenschatz, d. h. die Nutzung muss vom Staat genehmigt werden. Bergfreiheit bedeutet, das Eigentum und die daraus resultierende Nutzung tieferer Erdschichten liegt beim Staat und nicht beim Grundstückseigentümer. Auf die staatliche Konzession kann verzichtet werden, wenn die auf einem Grundstück genutzte Erdwärme auch auf demselben Grundstück zur Energieerzeugung genutzt wird. Ab einer Bohrtiefe von mehr als 100 Metern ist die staatliche Genehmigung allerdings wieder erforderlich. Für die meisten, privat betriebenen Anlagen werden nur die oberen Erdschichten genutzt, bergrechtliche Genehmigungsverfahren entfallen damit.
Zusatznutzen – Erdwärme zur Klimatisierung von Gebäuden
Die Wirtschaftlichkeit geothermischer Anlagen lässt sich noch durch einen Zusatznutzen steigern. Mit den oberflächennahen Temperaturen können Gebäude nicht nur beheizt werden, sondern auch klimatisiert. Dafür ist nicht mal der Einsatz einer Wärmepumpe nötig. Die Trägerflüssigkeit wird direkt ins Gebäude eingeleitet. Aber auch Wärmepumpen können für die Klimatisierung mit einem Wärmetauscher ausgestattet werden. Für die Klimatisierung fallen also lediglich die Stromkosten an. Diese sind bei direkter Nutzung minimal, beim Einsatz einer Wärmepumpe entsprechend höher, liegen aber deutlich unter den Verbrauchswerten herkömmlicher Klimaanlagen.
